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Projekt LArS.nrw

Lernen mit Animationsfilmen realer Szenen sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer: ein digitales Lehr-/Lernangebot zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte

Kurzbeschreibung

Das Projekt „Lernen mit Animationsfilmen realer Szenen sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer“ (kurz: LArS.nrw) erschließt in Forschung und Lehre das Potential von Animationen realer Unterrichtsszenen für die Lehrerbildung im Fach Sozialwissenschaften. Animierte Darstellungen von Unterricht sind eine Form der Praxisrepräsentation (Grossmann et al., 2009). Sie ermöglichen situiertes Lernen, das heißt theoretische Konzepte werden an konkreten Unterrichtsbeispielen kontextualisiert. In der Lehrerbildung werden bislang vor allem Unterrichtsvideos und Transkriptionen eingesetzt. Animationen realer Unterrichtsszenen stellen demgegenüber Neuland dar. Sie erlauben eine gezielte Darstellung fachdidaktisch relevanter Aspekte des Unterrichtens bei reduzierter Individualität der Schüler- und Lehrercharaktere. In dem Projekt entstehen Forschungsarbeiten zu differentiellen Wirkungen der Vignettenformate Animation, Unterrichtsvideo und Transkript (JProf. Dr. Gronostay) sowie zwei Promotionsprojekte und eine Masterarbeit.
 

Nutzen für die Lehrerbildung

Im Fach Sozialwissenschaften mangelt es an frei verfügbare Unterrichtsvideos zur Verwendung in der Lehrerbildung. Für das Projekt werden daher Unterrichtsszenen in Form des innovativen Animationsfilmformats für die Lehrerbildung nutzbar gemacht. Eine Besonderheit besteht darin, dass die Animationen auf realen Unterrichtsszenen basieren und so authentische Unterrichtskommunikation und -praktiken darstellen. Das hochschulübergreifende LArS-Projektteam erarbeitet insgesamt 24 Animationsfilme (3-6 Minuten) und Comics sowie umfangreiche Lehr-/Lernmaterialien, die im Blended-Learning-Format in der Hochschullehre einsetzbar sind oder individuell bearbeitet werden können. LArS.nrw vermittelt in drei Modulen curriculare Kerninhalte der fachdidaktischen Lehre im Lehramtsstudium der Sozialwissenschaften. Im Fokus stehen die unterrichtliche Einstiegsphase (Modul A), die Urteilsbildungsphase (Modul B) und der Umgang mit herausfordernden Lehr-/Lernsituationen, sog. „critical incidents“ (Modul C).
 

Projektlaufzeit und Kooperationspartner/-innen

Projektlaufzeit: 10/2020-09/2022

Die Konsortialführung von LArS.nrw liegt bei JProf. Dr. Dorothee Gronostay an der Technischen Universität Dortmund. Am Standort Dortmund unterstützen Jutta Teuwsen (Koordination) und Simon Filler als wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen. Das Projektteam der Universität Duisburg-Essen wird von Prof. Dr. Sabine Manzel geleitet, die Projektleitung an der Bergischen Universität Wuppertal hat Vertr.-Prof. Dr. Katrin Hahn-Laudenberg inne.

Die professionelle Produktion der Animationen übernimmt ein externer Dienstleister, das Essener Studio Fuchs Teufel Bild.

LArS.nrw wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Animationsvideos, Comics und Lehr-/Lernaufgaben werden über das neue Landesportal ORCA.nrw als Open Educational Resources (OER) Studierenden und Hochschullehrenden innerhalb und außerhalb von NRW verfügbar gemacht.


Aktuelles aus dem Projekt

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.